Gerade jetzt! In diesem Moment



Genau Jetzt! In diesem Moment

by Aja


Genau jetzt! In diesem Moment ...
Wer bist Du?

Du bist nicht der, der Du denkst, nicht Dein Name, nicht Dein Geschlecht und ganz sicher nicht Deine Glaubenssätze, Konzepte oder Überzeugungen - aber: Wer bist Du?

 Als Kinder, oder auch als Teenager, stellen wir uns vielleicht diese Frage. Aber bald wird uns gesagt, wer wir sind. Wir werden in ein Feld der Isolation getrieben, indem unser "Wer sind wir? " definiert und kategorisiert wird. Umwölkt von Mißverständnissen, Wünschen, Ideen, Mythologien und Individualität vergessen wir unser "Wer sind wir?". Aber wer ist es, der hinter allen Ideen, allen Gedanken und sogar hinter den Sinnen ruht?

 In Deinem Verstand sind so viele Gedanken. Sie rasen durch Deinen Verstand, erscheinen aus dem Nichts, um Dir zu sagen, was Du denkst und an was Du glauben sollst. Aber woher kommen sie? Denkst Du wirklich oder wirst Du gedacht? Diese Gedanken entstehen ganz einfach in unserem Verstand und wir hören sie, sehen sie und sind uns ihrer bewußt. Aber wer ist sich ihrer bewußt?

 Nimm einmal an, daß Du in Deinem Verstand ein Bild schaffst, eine Vorstellung von irgendetwas, vielleicht ein Baum, eine Katze, ein Haus -dieses Bild taucht in Deinem Verstand auf. Aber wer ist es, der diese Vorstellung hat?

 Der, der diese Gedanken hört, der, der diese Bilder sieht - das bist Du. Du bist Zeuge, Bewußtsein, reines Bewußtsein.

 Du bist NICHT das, was Du glaubst. Und fast alles, von dem Du glaubst, daß Du es bist, ist ein Glaubenssatz, ein Konzept. Alle Deine Ideen über die Beschaffenheit der Welt, Deine Vorlieben und Abneigungen, wer Du bist, wer oder was Gott ist, welches politische oder religiöse System das Beste ist, zu was das Leben bestimmt ist, warum Dein Leben ein Erfolg oder ein Mißerfolg ist - alle diese Ideen sind eben Ideen. Sie sind nicht und waren niemals der, der Du bist. Sie sind kolorierte Folien, die über dem Licht des reinen Bewußtseins liegen. Sie lassen Dich glauben, daß Du froh oder traurig, gut oder schlecht, glücklich oder unglücklich bist. Aber Du bist niemals eines von diesen Dingen. Der, der Du bist ist FREI. Der, der Du bist ist ABSOLUT. Der, der Du bist ist ein Tropfen des Bewußtseins, daß das unendliche Bewußtsein aller Existenz ist - manche nennen es Gott. Ja, Du bist das allein Existierende, aus dem alles entsteht und in welches alles zurückkehrt. Aber Du konzentrierst Dich lieber auf das Wrackgut, welches auf der Oberfläche des Ozeans treibt, anstatt zu erkennen, daß Du der Ozean selbst bist.

 Vielleicht willst Du sogar gerade die Wahrheit wissen, um das Leiden zu beenden und Erleuchtung zu erlangen. Erleuchtung ist wieder ein Konzept. Es ist das Gegenteil von Begrenzung. Erleuchtung und Begrenzung existieren aber nur im Reich der Dualität, der Gegensätze, im Land von gut und böse. Dies alles sind nur Namen, die wir kreiert haben, um innerhalb eines unbekannten Gebietes klar zu kommen. Das ist in Ordnung, aber Du bist nicht das unbekannte Gebiet. Du bist Du, und Du warst niemals begrenzt und wirst niemals erleuchtet sein. Alles ist wie es ist, reines Bewußtsein.


 

Genau jetzt! In diesem Moment ...
Wo bist Du?

Nicht wo Dein Körper ist oder wo Du Dich mit Deinem Bewußtsein innerhalb Deines Körpers befindest. Aber wo bist Du, wo ist dieser Zeuge, dieser Bewußtseinszustand, dieses Bewußtsein, das diese Worte, diese Gedanken und Bilder, die in Deinem Verstand auftauchen, erlebt? Das bist Du. Du bist der Zeuge. Wo bist Du? Wenn Du wirklich suchst - ohne Konzepte - wirst Du es nicht finden. Wer sucht? Der Suchende sucht sich selbst! Wie absurd! Aber Du bist davon überzeugt, daß Du nicht Du bist und deshalb suchst Du etwas anderes irgendwo anders. Aber Dein wirkliches Du ist nicht lokalisierbar in Raum und Zeit. Alles was Du sagen kannst ist "Ich bin hier"². Aber dieses HIER hat keinen Ort. Es ist nur ein Wissen, daß Existenz geschieht, irgendwo in einem "Hiersein", welches kein (oder der ganze) Raum ist.

 Wenn Du von "Ich " sprichst, auf was beziehst Du Dich?
"Ich bin unglücklich. "
"Ich bin verwirrt. "
"Ich bin ein Wahrheitssuchender. "
Nichts von dem ist wahr. Du identifizierst Dich lediglich mit Ideen, Gefühlen und Konzepten, aber diese sind nicht wer Du bist. Es wäre besser zu sagen: "Ich bin Bewußtsein und innerhalb dieses Bewußtseins taucht Unglücklichsein auf."
"Ich bin Bewußtsein und identifiziere mich mit Verwirrung, die in dem Verstand innerhalb dieses Bewußtseins auftaucht."
"Ich bin Bewußtsein und identifiziere mich mit einem Glauben, daß ich noch nicht perfekt bin. Deshalb suche ich nach etwas anderem, das vielleicht irgendwo anders auftaucht und meinen Verstand vollkommen macht. "


 

Genau jetzt! In diesem Moment ...
Laß alle Glaubenssätze los.

Trenne Dich von Deinem Körper/Verstand und ruhe als Reines Bewußtsein. Versuche nicht Deinen Verstand aufzuhalten. Versuche nicht, irgendetwas zu machen. Es ist die ganze Anstrengung und das Suchen, mit dem Du Dich in einen Wahnsinn treibst und Dich unglücklich machst. Laß das alles los. Ruhe in Reinem Bewußtsein, genau jetzt, in diesem Moment, und Verwirrung und Leid sind weg, Knechtschaft, Angst und Begrenzung sind weg. Ja, der Verstand wird etwas sagen wollen. Gedanken werden kommen. Aber du bist nicht diese Gedanken. Du bist nicht diese Gefühle. Du bist Reines Bewußtsein. Du bist frei von allen Konzepten.

 Suchst Du nach spirituellen Erfahrungen? Du bist nicht diese Erfahrungen. Erfahrungen sind Phänomene. Phänomene kommen und gehen; aber Du bist immer der Zeuge aller Erfahrungen und aller Phänomene. Du willst Gott sehen! Die Erfahrung Gott zu sehen, mag kommen und gehen, aber Du bist immer der Zeuge aller Erfahrungen und Phänomene. Dieser Zustand des Zeugen, dieses Absolute Reine Bewußtsein, unterscheidet sich nicht von Deiner Vorstellung von Gott. Unterschätze dies nicht. Bewerte es nicht - überhaupt nicht. Gib alle Bewertung, alle Beurteilung und alles Intellektualisieren auf und wohne in dem Frieden, der Du bist.

 Suchst Du geistiges Erwachen? So lange Du suchst, wirst Du es niemals finden. Du kannst nicht der Suchende und Findende zur gleichen Zeit sein. Du mußt Dein Suchen aufgeben. Du mußt Dein Dich-Bemühen aufgeben. Du mußt all das aufgeben, was die eigentliche Natur Deines Verstandes und Intellektes ist. Was ist dahinter? Ausschließlich Reines Bewußtsein, welches kein Objekt kennt. Es kann nicht erkannt oder verstanden werden, denn es ist das Wissen und das Wissende. Laß alle Konzepte los und ruhe einfach in diesem Reinen Bewußtsein.

 Die Vorstellung die Du von Dir hast ist ein Konzept. Es ist Deine persönliche Mythologie, in der Du der Held bzw. die Heldin bist. Aber das ist eine Geschichte, die auf einer angenommenen Persönlichkeit aufbaut, die nicht existiert, ähnlich einer Reflektion im Spiegel. Es ist nur eine Erscheinung. Ein Fall mißverstandener Identität. Halte Dich nicht länger zum Narren. Es ist als schaust Du einem Film zu und denkst, daß Du die Hauptperson bist. Aber es ist nur Licht auf einer Leinwand, das Menschen und Persönlichkeiten auftauchen läßt. Erkenne den Projektor, welcher das reine Licht des Bewußtseins ist. Nur dann kannst Du zufrieden sein und frei sein von all Deinen Wünschen und Ängsten (welche ebenfalls nur eine Illusion sind).

 


 

Genau jetzt! In diesem Moment ...
Erkenne ... Dies alles ist nur eine Sache.

Es ist das Licht des Bewußtseins, das in unendlicher Vielfalt strahlt. In Indien, nennen sie dies Lila, das Spiel Gottes. Gott ist eins ohne ein zweites. Das bedeutet, daß da gar nichts ist nach Gott (Brahman, das Göttliche, Spirituelle Quelle - Namen sind nicht von Bedeutung). Das heißt nicht, daß niemand so gut wie Gott, so mächtig wie Gott oder Gott untergeordnet ist. Es gibt nichts außer Gott. Wie könnte es etwas anderes geben? Alles Leben kommt von Leben. Alle Existenz kommt von Existenz. Alles was ist, kommt aus dem SEIN. Also, was auch immer Du siehst, fühlst, denkst, erfährst ... was auch immer sieht, fühlt, denkt, erfährt ... und die Handlungen des Sehens, Fühlens, Denkens oder Erfahrens selbst ... Das alles ist das Eine, das Göttliche, die Heilige Quelle, GOTT. Ebenso wie Du sehen kannst, daß alles auf der Erde einfach Erde oder transformierte Erde ist -die Hügel, die Täler, die Gebirge, die Bäume, die Blumen, die Tiere und die Menschen - so sieh das Ganze als anscheinend transformierte, vielfältige Formen.

 Was ist dieses Ganze? Es kann nicht benannt werden. Es ist jenseits aller Namen und aller Konzepte. Es ist Leere und absolute Fülle. Es ist der Anfang, die Mitte und das Ende. Du kannst es nennen wie auch immer Du willst. Aber Du gehst das Risiko ein, es in Deinem Verstand zu begrenzen und ein Konzept zu schaffen, daß zu Deinen Bedürfnissen paßt. Dann wirst Du es in die winzig kleine Schachtel Deines Verstandes gesteckt haben, in einem Versuch zu verstehen, was nicht zu verstehen ist. Also versuche nicht Namen und Formen zu benutzen, sondern tauche ein in das, was nicht zu erkennen ist. Gleite sanft in die unendliche Tiefe, die jenseits des winzigen Fassungsvermögens Deines Verstandes ist.

 Viele nennen es Gott. Und Gott ist ein ebensoguter Name wie irgendein anderer, aber Du mußt alle Deine Konzepte von "Gott" aufgeben, um das zu erkennen. Welche Konzepte Du auch immer über Gott, Göttin, Christus, Buddha, Brahman, Leere oder Fülle hast, müssen aufgegeben werden, in diesem Moment, um die Wahrheit ganz zu erkennen. Denn wie kannst Du erfahren, was wahr ist, wenn Du an Deinen eigenen Erwartungen, was Wirklichkeit ist, festhälst. Laß zuerst Dein eigenes Wissen los und tauche dann ein in die unendliche Tiefe der Unwissenheit.


 

Genau jetzt! In diesem Moment ...
Wisse, das alles perfekt ist.

Alles ist perfekt genauso wie es in diesem Moment ist. Da ist nichts, daß einer Veränderung bedarf, nichts, daß geheilt werden muß, weil alles genauso ist, wie es sein soll. Wie könnte irgendetwas anders sein. Bezweifelst Du, daß Gott in dem GANZEN EINEN in diesem besonderen Moment einen Platz einnimmt. Medial begabte Menschen, Heiler, Gruppen, Seminare, Gurus, Meister werden Dich oder diesen Moment nicht noch perfekter machen. Also, höre auf zu suchen. Sei die Perfektion, die Du bereits bist. Du bist personifizierte Perfektion. Du bist personifizierter Frieden. Du bist personifizierte Liebe. Dem ist nichts hinzuzufügen oder wegzunehmen.

 Wenn Du erkennst, daß Du Absolutes Bewußtsein bist, wirst Du sehen, daß außerdem nichts ist. Da ist kein gut und kein schlecht, und jeder einzelne und alles ist eine Manifestation davon. Es ist alles Absolutes Bewußtsein, das sich selbst in dem großen Drama der kosmischen Schöpfung perfekt manifestiert. Was auch immer entsteht ist einfach mehr davon. Gedanken, Emotionen, Gefühle sind ein Bestandteil des Absoluten Bewußtseins. Erfahre sie ohne Beurteilung, ohne den Wunsch sie zu bewahren oder einer Abneigung zu ihnen. Sieh mit dem Auge der Gleichheit, daß alles Absolutes Bewußtsein ist.

 Am Anfang mag das nicht leicht sein. Da mag Frustration, Verwirrung und Hilflosigkeit sein. Aber erkenne, daß diese Dinge gerade nur entstehen. Sie sind nicht Du. Du bist der Zeuge dieser Entstehungen. Untersuche einfach, wer Du bist, und identifiziere Dich nicht mit dem, was auch immer in Deinem Verstand auftauchen mag. Komme einfach zu der Frage zurück, wer diese Erfahrung macht. Auch wenn da höchste Glückseligkeit ist, wer erfährt sie? Wenn da starke Energie entsteht, wer erfährt sie? Wenn da Visionen von erhabenen Gottheiten sind, wer erfährt sie? Glückseligkeit mag kommen und gehen, Energie mag kommen und gehen, Visionen mögen kommen und gehen, aber Du bist immer hier, genau jetzt, in diesem Moment, ewig. Das ist, was dauerhaft ist. Das ist, was wirklich ist. Alles andere ist phänomenal und veränderlich.

 Ruhe darin und Du bist ewig frei.
 

Genau jetzt!
In diesem Moment!


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